Fachpraktische Ausbildung Sozialwesen

Betreuung:    OStRin Annette Zimmermann, OStRin Annette Hufnagl
Kontakt per E-Mail:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Organisation

Die fachpraktische Ausbildung gliedert sich ab dem Schuljahr 2017/18 in drei Bereiche:

 Bereich

Fachpraktische Tätigkeit

Fachpraktische Anleitung

Fachpraktische Vertiefung

 Kürzel

fpT

fpAn

fpV

 Ort

 in verschiedenen
 Praktikumseinrichtungen

in der Schule

in der Schule

 Wochen-
 stunden

34-36

2

2

 

Die fachpraktische Tätigkeit soll verschiedene Schwerpunkte der sozialen und erzieherischen Arbeit umfassen. Die Schülerinnen und Schüler wechseln aus diesem Grund verpflichtend zum Schulhalbjahr die Praktikumseinrichtung.

Dazu stehen unseren Schülerinnen und Schülern über 100 verschiedene sozialerzieherische Einrichtungen im Landkreis Main-Spessart zur Verfügung, mit denen die Fachoberschule zum Teil schon über viele Jahrzehnte vertrauensvoll und zuverlässig zusammenarbeitet.

In der Hauptsache handelt es sich dabei um Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderkrippen und verschiedene Schularten (z.B. Grundschulen und Mittelschulen mit ihren Mittagsbetreuungen und Horten).

Auch in den drei Jugendzentren Marktheidenfeld, Lohr und Karlstadt ist ein erzieherisches Praktikum durchführbar, genauso wie in einer Vielzahl von sonderpädagogischen Einrichtungen. Hierzu zählen die Lebenshilfe, die St. Kilian Schulen, die St. Nikolaus Schule und die Leo-Weismantel Schulen.

Des Weiteren ist ein soziales Praktikum im heilpädagogischen Bereich, z.B. in den Mainfränkischen Werkstätten und im Blindeninstitut in Würzburg, möglich. Interessierte Schüler können entsprechend ihrer beruflichen Vorstellungen und Wünsche ein sozialpflegerisches Praktikum absolvieren. Dies kann in den Häusern des Klinikums Main-Spessart, im Bezirkskrankenhaus oder in einer Sozialstation bzw. einem Seniorenheim stattfinden. Dabei soll künftig der Fokus noch mehr auf die Betreuung und Beschäftigung der Senioren gerichtet werden, um den Blickwinkel auch für die Vielfalt neuer Berufe im sozialpädagogischen Sektor zu erweitern.

Die Vergabe der Praktikumsstellen organisieren die Praktikumsbetreuer und orientieren sich dabei an den Interessen der Schülerinnen und Schüler. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist der wohnortnahe Einsatz, um unnötige Fahrzeit und Fahrkosten zu vermeiden. Grundsätzlich sind die Praktikumsbetreuer offen für die Besetzung neuer, geeigneter Praktikumsstellen. So werden jedes Schuljahr drei bis vier weitere soziale oder erzieherische Einrichtungen dazu gewonnen.

 

Ziele der fachpraktischen Ausbildung

  • erste Begegnung mit der realen Arbeits- und Berufswelt
  • Information und Orientierung für die Berufsfindung
  • anschauliche Vernetzung von Kenntnissen aus verschiedenen Unterrichtsfächern mit der Praxis, z.B. Pädagogik und Psychologie
  • Integration in ein Team (durch Eigeninitiative, Engagement, Belastbarkeit und entsprechendes Sozialverhalten)
  • Vermittlung einer pädagogischen Grundbildung, auf der verschiedene fachrichtungsbezogene Studiengänge der Fachhochschule aufbauen können

Grundlegende Lehrplaninhalte nach dem gültigen Lehrplan PLUS

Die fachpraktische Tätigkeit und Anleitung beinhalten die Lernbereiche:

  • Informationen zur Praktikumsstelle

(z.B. Trägerschaft, Konzeption, Personal, Berufsbilder, Zielgruppe, Bildungs- und Erziehungsziele, Förderpläne u.a.)

 

  • Mitwirken in der Praktikumsstelle

„Ein Mitmachpraktikum – kein Zuschaupraktikum“

(z.B. Kennenlernen des Tagesablaufs, Umgang mit Kollegen und Betreuten, Verhaltensbeobachtungen, Stärkung der alltagsrelevanten Fähigkeiten, Teilnahme an Teamsitzungen, Veranstaltungen und Fortbildungsmöglichkeiten, Unterstützung bei Festen, Einbringen eigener Ideen, Umgang mit konstruktiver Kritik u.a.)

 

  • Reflexion der Praktikumserfahrungen

(z.B. Durchführen von Anleitergesprächen, Umgang mit physischen und psychischen Belastungssituationen, Selbstreflexion über den neunwöchigen Praktikumseinsatz, Bewertung des eigenen Lernfortschritts und der Persönlichkeitsentwicklung, Gedanken zur eigenen Berufsfindung u.a.)

 

Alle Schüler fertigen wöchentlich einen schriftlichen Tätigkeitsbericht an, welcher die betreuende Lehrkraft über die ausgeführten Arbeiten in der Praktikumsstelle sowie über die Entwicklung vor Ort informiert. Des Weiteren wird pro Schulhalbjahr mindestens eine schriftliche Praktikumsarbeit nach Vorgabe der Fachoberschule angefertigt.

Annette Zimmermann, OStRin

September 2017

 

Zum Seitenanfang